Absicherung betrieblicher Pensionszusagen wird vereinfacht
Am 28. März 2007 hat der Ministerrat eine Neufassung der Wertpapierdeckungspflicht für Pensionsrückstellungen beschlossen und dem Budgetausschuss zugewiesen. Firmen, die für ihre Gesellschafter oder ArbeitnehmerInnen eine Firmenpension zugesagt haben oder planen dies zu tun, bekommen demnach mehr Auswahlmöglichkeiten zur Absicherung dieser Zusagen und können statt der bisher notwendigen Wertpapierdeckung die Abdeckung dieser innerbetrieblichen Zahlungsverpflichtungen komplett an Versicherungen auslagern. Notwenig wurde die im Abgabenänderungsgesetz 2007 zum Budgetbegleitgesetz festgeschrieben Korrektur, da der Verfassungsgerichtshof im Oktober 2006 die Bestimmungen über die Wertpapierdeckung bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen aufgehoben hatte. Ein Parlamentsbeschluss wird vor der Sommerpause erwartet.
Elisabeth Stadler, Vorstandsmitglied der UNIQA Personenversicherung, begrüßt die Neuordnung: "Damit ist man einer langjährigen Forderung von Unternehmen und Versicherern nachgekommen, um die planbare Absicherung solcher Vorsorgen im Betrieb zu erleichtern. Waren Firmen bei Zusagen für Pensionszahlungen, Todesfallschutz oder Berufsunfähigkeit gezwungen, ein Wertpapierdepot in der Höhe des halben steuerrechtlichen Bilanzwertes der Zusagen zu führen entfällt diese Verpflichtung bei einer Auslagerung an Versicherungen nun. Auch bisher haben viele Unternehmen für Finanzierungs- und Liquiditätsprobleme im Leistungsfall vorgesorgt und sich zusätzlich zur vorgeschriebenen Wertpapierdeckung für eine Rückdeckungsversicherung entschieden. Mit der Neuregelung sind die vollen Verpflichtungen einfach über monatliche Beiträge an die Versicherung abdeckbar, das Splitten der Veranlagung nicht mehr notwendig und das gesamte Handling für die Unternehmen wird deutlich vereinfacht."
Betriebliche Vorsorge in Österreich noch unterentwickelt
Für die betriebliche Altersvorsorge erwartet Stadler durch die Neuregelung einen weiteren Wachstumsschub: "Zweistellige Zuwachsraten im Prämienvolumen zeigen, dass diese Form der Vorsorge immer mehr an Bedeutung gewinnt. Man muss aber auch sehen, dass die betriebliche Pensionsvorsorge in Österreich im internationalen Vergleich nach wie vor unterrepräsentiert ist." Österreichweit rechnet man mit aktuell rund 50.000 - 70.000 Personen, die über betriebliche Pensionszusagen verfügen - zu einem erheblichen Teil handelt es sich dabei um Geschäftsführer, Gesellschafter etc. Die UNIQA Gruppe hat bisher für rund 2.000 Unternehmen in Österreich und Deutschland die Rückdeckung betrieblicher Pensionszusagen übernommen. Die jährlich pro Person eingezahlten Prämien bewegen sich dabei zwischen 3.000 und in Ausnahmefällen auch deutlich über 100.000 Euro. Stadler: "Die neue Regelung wird aus meiner Sicht wieder mehr Betriebe veranlassen über betriebliche Pensionszusagen nachzudenken. Wir rechnen daher auch in den nächsten Jahren mit einer deutlich zweistelligen Prämiensteigerung aus diesem Bereich. Mit einer eigenen spezialisierten Vertriebsorganisation für den gesamten Bereich des betrieblichen Vorsorgemanagements - zu dem auch die betriebliche Kollektivversicherung zählt - garantiert UNIQA optimale Beratungsqualität."
Quelle: Pressemeldung UNIQA Versicherungen AG
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