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Jeden Monat landet ein Teil des Gehaltes nicht im Portemonnaie des Arbeitnehmers, sondern der großen Rentenkasse. So weit, so gut. Doch was bekommt Otto Normalbürger am Ende heraus, wenn er nach Jahrzehnten der treuen Beitragszahlungen die Früchte seiner Solidarität ernten möchte? In Deutschland müssen sich die Menschen auf immer kleinere Renten einstellen.

Trotz aller Kritik an der Höhe der Renten ist die gesetzliche Rente (GRV) eine wichtige soziale Errungenschaft und in Deutschland ein Zweig des gegliederten Sozialversicherungssystems. Das Ziel der gesetzlichen Rente liegt vorwiegend in der Alterssicherung von Beschäftigten – um keine breite Altersarmut zu erreichen, wird in Deutschland in eine gemeinsame Rentenkasse eingezahlt.

Wie viel Geld ein Mensch zum Eintritt ins Rentenalter erhält, hängt von den Beiträgen ab, die er selbst während seines „Versicherungslebens“ geleistet hat. Diese Beiträge werden in Entgeltpunkte umgerechnet. Hinzu kommen Zeiten für Kindererziehung sowie beitragsfreie Zeiten, für die Zuschläge gutgeschrieben werden. Das Nettorentenniveau des Eckrentners, eines idealtypisch sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, lag im Jahr 2002 bei 67 Prozent – hierfür musste man allerdings 45 Jahre lang Sozialversicherungsbeträge eingezahlt haben.

Um den Fehlbetrag auszugleichen, müssen sich die Bürger nun verstärkt selbst helfen und private Alternativen suchen – neben der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) und den Betriebsrenten ist die private Rentenversicherung inzwischen eine dringend nötige Ergänzung der Altersvorsorge. Immerhin steigt seit 2002 auch das Renteneinstiegsalter stufenweise von 65 auf 67 Jahre an, weil die Lebenserwartung der Deutschen steigt – und damit auch der Zeitraum, in dem eine Versorgungslücke entsteht, wenn man sich ausschließlich auf die gesetzliche Rente verlässt.


Bildnachweis: © rgbstock.com – mgyOyow lusi

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