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Im Kabinett des damaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder war er ein eher unauffälliger Minister – doch der kleine Mann aus dem Allgäu ist noch lange nach seiner Amtszeit im Alltag der Deutschen präsent: Walter Riester ist der Vater der Zusatzrente, die seinen Namen trägt. Von 1998 bis 2002 war er Bundesminister für Arbeit und entwickelte in dieser Zeit staatlich bezuschusste private Altersvorsorge auf freiwilliger Basis.

Die Idee zur „Riester-Rente“ wurde geboren, als im Zuge der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung 2000/2001  das Nettorentenniveau nach Einzahlung von Sozialversicherungsbeiträge über einen Zeitraum von 45 Jahren von 70 Prozent auf 67 Prozent reduziert wurde. Im Klartext: Der bisherige Lebensstandard konnte mit der staatlichen Rente nicht mehr gehalten werden. Walter Riester hob daraufhin die staatlich geförderte Altersvorsorge aus der Taufe, im Jahr 2002 wurde sie erstmals angeboten.

Seitdem ist die Riester-Rentezu einer der beliebtesten Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge geworden – und der Name „Riester“ ist zum Inbegriff der stabilen Zusatzversorgung geworden. Und die Riester-Rente ist ein Erfolgsmodell: Bis Ende 2008 wurden über 12 Millionen Verträge abgeschlossen. Die Riester-Rente ersetzt für diese und viele weitere Sparer, die seitdem auf Riester vertrauen, die Leistungen, die wegen niedriger Rentenerhöhungen wegfallen. Anspruch auf die Riester-Rente haben über 30 Millionen Erwerbstätige in Deutschland.


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